Nach Angaben des brasilianischen Eisen- und Stahlverbands dürfte die brasilianische Rohstahlproduktion im Jahr 2019 um 8,2% auf 32,5 Mio. Tonnen zurückgehen. Die brasilianische Stahlindustrie dürfte ihre Produktion bis 2020 wieder aufnehmen und die gesamte Rohstahlproduktion um voraussichtlich 8,2% steigern 5,3% auf 34,2 Millionen Tonnen, sagte der Verein.
Marco Polo de Mello Lopes, Vorsitzender des brasilianischen Eisen- und Stahlverbands, geht davon aus, dass die Rohstahlproduktion zwar im Jahr 2020 zunehmen wird, aber immer noch unter dem höchsten Wert der letzten Jahre von 34,4 Millionen Tonnen liegen wird. Darüber hinaus kann die brasilianische Stahlindustrie 2020 nur eine Kapazitätsauslastung von 67% und 2019 nur von 60% erreichen. Die normale und nachhaltige Kapazitätsauslastung sollte bei etwa 85% liegen.
Aus Sicht der Plattennachfrage hängt die stabilere Nachfrage auf dem Plattenmarkt außerdem von höheren Investitionen in Sachanlagen ab, deren Erreichung möglicherweise länger dauert. Aus den Daten der brasilianischen Automobilindustrie geht jedoch hervor, dass die Nachfrage nach Blech im Jahr 2020 möglicherweise von der Automobilindustrie getrieben wird.
Carlos Jorge Loureiro, Leiter des brasilianischen Verbandes der Stahlhändler, geht davon aus, dass die Verkäufe von brasilianischen Blechen bis 2020 um etwa 4,0% steigen werden, unterstützt durch eine gesteigerte Automobilproduktion und eine gesteigerte Produktion von landwirtschaftlichen Geräten. Luiz Carlos Moraes, Präsident des Nationalen Verbandes der Automobilhersteller, sagte, dass die brasilianische Automobilproduktion im Jahr 2019 im Jahresvergleich um 2-3% auf 2,77 Millionen Fahrzeuge ansteigen würde, weit unter dem Jahresrekord von 3,71 Millionen im Jahr 2017.






